Sport

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Seit Jahren nun bin ich schon übergewichtig. Wir reden hier nicht von 300kg aber zumindest von bis zu 85kg statt deren optimalen 58-65kg. Das ist nicht exorbitant und wird nicht gleich ein Hautentfernen zur Folge haben. Aber dennoch ist es eine Reduktion von 30% meines Gewichtes. Schon immer gehörte ich nicht zu den schmal gebauten Kindern, wenn ich auch nicht ausgesprochen dick war. Depressionen, Hochsensibilität, Burnout und noch ein paar kleinere Wehwehchen haben zur langsamen, aber stetigen Ansammlung von Kummerfett geführt.

Und in diesem Beitrag, der irreführenderweise Sport im Titel trägt, versuche ich gerade, mit euch darauf zu kommen, warum mich plötzlich der Fitnesswahn gepackt hat. Da mögen einige Faktoren eine Rolle spielen; verliebt sein, das Spiegelbild aber dabei überhaupt nicht zu mögen, das Bedürfnis ohne Kleider ansehlich zu sein (irgendwann ist ja die rosa Brille auch mal weg :-)) die Nachbarin, die sich innerhalb eines guten Jahres quasi halbiert hat und darüber erfolgreich instagramisiert…was noch? Ach ja Corona und zu viel Zeit zu streiten, neue Abmachungen zu treffen, Räume aufzuräumen..führt eben manchmal auch zu freiem Kopf und einem: ja ich will gut aussehen.

Das hat mich, und kostet mich immer noch, eine Menge Zeit, mich mit Nahrungsergänzungsmitteln, viel Werbung um heisse Luft, Ernährung, Diäten und leider auch Sportprogrammen auseinander zu setzen. Jeder Mensch ist da ja verschieden und ich habe neben einer Hochsensibilität auch ein gut gediehenes Ego. Und wenn ich dauernd tolle Vorher/ Nachher Bilder zu sehen bekomme, macht mich das zuerst (ganz menschlich) neidisch, dann wütend und danach ehrgeizig. Ein grosses Ego liebt Anerkennung und die habe ich in den letzten Jahren privat weder mir selber genug gegeben, noch von aussen zufriedenstellend erhalten. Wobei ich hier anfüge muss, wer zu Depressionen neigt, da kann soviel Anerkennung hinterher geschmissen werden, da kann man sie auch gleich in ein schwarzes Loch schmeissen. Nützt nix, weil man zu sehr mit traurig sein beschäftigt ist. Man kann positive Feedbacks einfach nicht glauben.

Also was mache ich dieser Tage gerade? Ich schlage mich durch sämtliche Homepages akribisch durch, um mich zu informieren, heisse Luft von ein bisschen Wahrheit zu unterscheiden und Produkte zu finden, die wirksam, gesund aber dabei bezahlbar bleiben. Was soll ich sagen? Das wird ein laaaanger Weg. Nicht zu reden, von dem scheusslichen Proteinbrot oder der lowcarb Pizzafertigmischung, mit denen ich meine Familie die letzte Woche gestraft habe. Der Mann hatte danach eine sehr nachvollziehbare Bitte: „Wenn schon, dann probier die Dinge mit zwei Monaten Abstand aus, sodass wir Zeit haben, das vorher erlebte, wenigstens zu vergessen.“ 😉 Blöd nur, dass die Pizzapackung dummerweise Pulver für 3 Pizzen enthält. Tja nun, dann warte ich wohl damit bis Juli?

Was war noch? Ach ja, der Sport! Ich habe in ein Programm investiert, dass mir abgesehen von der ständigen Eigenwerbung für die besten Ergänzungsmittel, gut gefällt. Sowohl preislich als auch sinnmachend. Naja 90 Tage 20 Minuten geführte Workouts täglich; hätte jetzt auch lieber 5 Minuten Bücher lesen gewählt, aber was solls? Ich halte euch auf dem Laufenden. Der Muskelkater hält sich jedenfalls (noch) in Grenzen.

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