Die Frage wozu

Von der Motivation, Bücher zu schreiben

Übung: Die Frage Wozu? Stell dir die Frage „Wozu schreibst du?“ und gib dich nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden. Frag lieber solange weiter, bis du am Kern deiner Motivation angelangt bist.

Schließe dazu die Augen und male dir intensiv aus, wie du dir deine Zukunft als Autor wünschst. Was für ein Buch hast du geschrieben? Wer liest dich? Woraus genau besteht dein Erfolg?

Übung: Deine Vision Male dir aus, was du in ein, zwei oder drei Jahren als Autor erreicht haben wirst. Sei dabei nicht zu bescheiden. Geh von dem Kern deiner Schreibmotivation aus und stell dir vor, wo du stehst, wenn alles optimal gelaufen sein wird. Mach die Übungen am besten mit dem Stift auf Papier und schreib in der Gegenwart. Damit nimmst du deinen Erfolg vorweg und machst deine Vision lebendig.

Quelle: http://schreiben-und-leben.de/roman-schreiben

Wozu schreibe ich also? Um nicht durchzudrehen, verrückt zu werden und um mein zuviel an Phantasie in genehme(re) Bahnen zu lenken. Ich schreibe Liebesromane, weil ich dauernd irgendwie, in irgendwen verliebt bin. Mal in meinen Mann, mal in meine grosse Liebe und mal in meine Seelenverwandten, die mich entweder tieftraurig, überglücklich oder herzzerreissend melancholisch machen. Jeder für sich ist nicht zwingend immer so interessant. Aber all ihre Geschichten, all die Erinnerungen und/oder Neuerungen die sich mit ihnen ergeben, sind wirklich witzig, überraschend und für mein bewusstes Sein oftmal selbst die grösste Neuigkeit. Vielleicht wird dadurch einwenig von dem wieder heil, was in meinem mittelkurzen Leben durch mich oder andere zerstört wurde. Vielleicht wird ein Teil meiner Seele wieder frei und kann leichter atmen. Wer weiss das schon..

Wozu also noch? Um euch zu unterhalten mit leichter, feiner aber unterhaltsamer Frauenliteratur, mal dramatisch, mal kitschig, mal sexistisch, aber immer mit einer Prise Humor, Selbstverwirklichung und Drama darin. Keiner liebt so treu wie ich, so doof wie ich und dabei so glücklich/unglücklich wie ich. Zuerst also verdaue ich mit meinem Roman mein eigenes Chaos von Leben und danach, wenn immer noch zuviel Phantasie und Verrücktheit, Traumschlösser und Seifenblasen da sind, dann schreibe ich einfach weiter an Frauenromanen, Liebesgeschichten, Dramen oder an Öztürken auf Lilith, die vom Vollmond verbrannt werden? Who the hell knows it so far? 😉

In zwei Jahren habe ich mein eigenes Büro, alles in rosa natürlich, mit Schreibtisch auf Chefposition, die Sonne in meinem Rücken, die inspirierenden Bilder an den weissen Wänden, den ersten fertig verlegten Roman in meinen Händen. Ein wirklich sorgfältig zusammengetragenes Baby, dass ein Erfolg werden wird oder auch nicht. Das ist nicht so wichtig. Da lasse ich mich gerne vom Gegenteil des Misserfolges oder dem Vorteil der Unerfahrenen leiten und überzeugen. Mein erster Roman wird eher die seelenreisenden Leser berühren. Er wird ein kleiner feiner Schatz, für die, die ihm begegnen müssen. Für die lustigen Heiterkeiten, die Frauenliebesdramen, die man genüsslich Cocktailschlürfend am Strand zu lesen vermag, da lasse ich mir noch Zeit. Will ich überhaupt nur lustig? Will ich einfache Kost oder schwer verdauliches, Unvergessliches schreiben? Ich werde mich in drei Jahren in die Herzen von vielen Frauen geschrieben haben. So jetzt ist es raus, das ist mein Traum. Ob es klappt? Aber natürlich! Seit wann gebe ich bei heiterstem Optimismus und ergänzender Ahnungslosigkeit die Hoffnung auf?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s