Und da bist da noch du meine Sonne

am

Wie gehtst dir heute mein Liebster? Weisst du was verücktes, was gerade bei mir passiert? Die Liebe hat angeklopft. Einfach so. Ohne zu fragen und dass, obwohl es dich gibt und du mir eigentlich Baustelle genug wärst. Es ist so schön, nicht dauernd nur an dich denken zu müssen, dich einfach „leben“ zu lassen. Heute bin ich soweit, zu verstehen, was das Durcheinander in meinem Liebesleben bedeutet. Ich liebe dich immernoch irgendwie, hast du mal zu mir gesagt. Ja, irgendwie liebe ich dich auch, aber das ist einfach nicht gut genug. War es damals nicht und erst recht nicht heute. Wollen wir unsere Geschichte erzählen? So kurz sie auch ist? Und ein bisschen auch traurig, wohl.

Wir haben uns in meinen Zwanzigern kennen gelernt. Du hast für mich die Räume erleuchtet, wenn du sie betratest. Ich war nur noch verliebt in deine Seele. Du bist tatsächlich der einzige Mensch, neben meiner grossen Liebe, der meine Seele überhaupt erreicht hat. Ich sah in dir immer nur deine Seele und den Rest wollte ich am liebsten so schnell wie möglich vergessen. Die ständige Trunkenheit, die Aggressionen, die Drogen und die Lieblosigkeit in unseren Begegnungen. Es hat immer nur geknallt. Und das war mir auf Dauer zu anstrengend. Denn ich bin nicht für Vulkanausbrüche geschaffen. Ich mag es ruhig, sicher und beschaulich. Und du warst und bist immer noch alles andere als das. Ich sah in dir nur die gute Seele, die durch das Leben zerstört wurde, die Wahrheit war unangenehm. Auch dass du mich nie vergessen hast, hilft kein bisschen. Du hattest deine Wahl getroffen und ich musste darauf achten, nicht kaputt zu gehen. Heute bist du erblindet, bis auf die Knochen abgemagert und mehr tot als lebendig und es fühlt sich einfach richtig an, dich zu fragen, wie es dir geht, da zu sein, wenn es zu Ende gehen wird. Zu vergeben, es gut sein lassen und zuzuhören, wenn du mich brauchst. Nie hätte ich dir gewünscht, dass der Preis deiner Sucht so hoch sein wird. Aber ich helf dir tragen. Bis zum Schluss.

Du warst von Anfang an schwer von deiner Sucht geprägt und getroffen. Es gab schon damals kein Zurück mehr. Auch wenn ich es nicht glauben und einsehen wollte. Der Alkohol und das Kiffen haben keine vernünftigen Diskussionen, keine richtige Beziehung zugelassen. Eine kleine Weile habe ich versucht, dich zu erreichen. Deine Seele und nicht deinen Körper, der am Anfang einer langen Zerstörungsreise stand. Es gelang nicht und wir verloren engeren Kontakt.

Wir steigen in unseren Lebensbus ein, treffen unsere Eltern und denken, dass sie uns immer begleiten. Aber an irgendeiner Haltestelle werden sie aussteigen und wir müssen die Reise ohne sie fortsetzen. Doch es werden viele neue Reisende dazu steigen: unsere Geschwister, Cousins, Freunde, Bekannte, Mentoren und sogar die Liebe unseres Lebens. Manchmal auch die zweite Liebe unseres Lebens. Und die dritte…

Sonnyvanderbuilt: https://sonny1881.com/2020/02/17/time-flies/

Der Rest ist Geschichte und kann in einem meiner älteren Beiträge hier nachgelesen werden.

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